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E-text prepared by Jens Sadowski

 


 

 

 

Marcel Schwob

Das Buch
von
Monelle

 

 

 

 

 

 

 

Insel-Verlag

 

Originaltitel: Le livre de Monelle
Aus dem Französischen übertragen von Franz Blei

 

 

 

 

 

 

 

Copyright 1904 Insel-Verlag, Leipzig

 

Inhalt

Die Worte der Monelle

Die Schwestern der Monelle

Die Egoistin

Die Wollüstige

Die Perverse

Die Betrogene

Die Wilde

Die Getreue

Die Auserwählte

Die Träumerin

Die Erhörte

Die Gefühllose

Die Geopferte

Monelle

Von ihrer Erscheinung

Von ihrem Leben

Von ihrer Flucht

Von ihrer Geduld

Von ihrem Königreich

Von ihrer Auferstehung

Die Worte der Monelle

Monelle traf mich auf der Heide, wo ich irrte, und nahmmich bei der Hand.

Sei nicht erstaunt, sagte sie, ich bin es und ich bin es nicht;du wirst mich noch einmal wiederfinden und du wirstmich verlieren;

Noch einmal komme ich zu euch; denn wenige Männerhaben mich gesehen und keiner hat mich verstanden;

Und du wirst mich vergessen und wirst mich wiedererkennenund wirst mich vergessen.

 

Und Monelle sprach weiter: Ich will zu dir von kleinenProstituierten reden, und du wirst den Anfang wissen.

 

Bonaparte der Schlächter traf mit achtzehn Jahren unterden eisernen Toren des Palais-Royal eine kleine Prostituierte.Sie war ganz bleich und zitterte vor Kälte. Aber»man muß leben«, sagte sie ihm. Weder du noch ich kennenden Namen dieser Kleinen, die Bonaparte in einerNovembernacht auf sein Zimmer in Cherbourg nahm. Siewar aus Nantes in der Bretagne. Sie war schwach undmüde, und ihr Geliebter hatte sie verlassen. Sie war einfachund gut; ihre Stimme hatte einen sehr weichen Klang.Bonaparte erinnerte sich an alles das. Und ich denke, daßihn später die Erinnerung an ihre Stimme zu Tränen bewegthat, und daß er sie lange gesucht hat, ohne sie zufinden, an den Winterabenden.

Denn siehst du, die kleinen Prostituierten treten nur einmalaus der nächtlichen Menge, um

...

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