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Anmerkungen zur Transkription

In diesem Text finden sich drei Arten von Fußnoten. Kants ursprüngliche Fußnotenwerden unmarkiert wiedergegeben. Fußnoten, die Kant selbst der Ausgabe B von 1794 hinzufügte,werden am Anfang des Fußnotentextes mit † gekennzeichnet. Außerdem hat derHerausgeber (Kehrbach) sie in [[ ]] eingeschlossen und mit eigenen Fußnoten alsZusätze der Ausgabe B von 1794 gekennzeichnet.

Zusätzliche Fußnoten des Herausgebers (Kehrbach) sind mit kursivem Textstil markiert.

Weitere Angaben zur Transkription finden sich am Ende des Buches.

 

Die Religion
innerhalb der Grenzen der
bloßen Vernunft

von
Immanuel Kant

Text der Ausgabe 1793, (A)
mit Beifügung der Abweichungen
der Ausgabe 1794, (B)

Herausgegeben von
Karl Kehrbach

Verlag von Philipp Reclam jun. Leipzig

Druck von Philipp Reclam jun. Leipzig

Vorrede des Herausgebers.

Im Jahre 1792 hatte Kant in der von J. E. Biesterherausgegebenen „Berlinischen Monatsschrift“ (S.323-385) unter dem Titel: „Ueber das radikale Bösein der menschlichen Natur“ einen Aufsatz[1] veröffentlicht,welcher der erste von einer „vier Stücke“ umfassenden Serievon Aufsätzen sein sollte. In diesen „vier Stücken“ gedachteKant eine ausführliche Darstellung seiner Religionslehreoder wie er an anderer Stelle[2] sagt: „eine Auflösungder Aufgabe: Was darf ich hoffen?“ zu geben.

Aber nur diesem ersten Aufsatze wurde von der damaligenCensurbehörde in Berlin, welcher auf Kants ausdrücklichenWunsch jeder der Aufsätze vor dem Drucke unterbreitetwerden sollte, das Imprimatur ertheilt. Dem„zweiten Stücke“: „Von dem Kampf des guten Principsmit dem bösen, um die Herrschaft über den Menschen“ dagegenwurde von derselben Censurbehörde die Druckfreiheitverweigert.

Da Kant keineswegs gewillt war, wegen dieses Einspruchesauf die Veröffentlichung der Abhandlungen zuverzichten, so beschloß er, das ganze Material in Buchformerscheinen zu lassen; freilich nicht ohne es vor dem Druckeder Censur einer theologischen Facultät zu unterbreiten,die nach seiner mehrfach ausgesprochenen Meinung dieeinzige Corporation war, welcher das Recht zustand, überdas Imprimatur streng wissenschaftlicher Aufsätze ausdem Gebiete der Religion zu entscheiden.

Die theologische Facultät der Universität Königsberg,an welche sich Kant gewandt hatte, gewährte unbedenklichdie Erlaubniß zum Drucke.

Die erwähnten Abhandlungen erschienen sodann imFrühjahr 1793 in Buchform unter dem Titel: „Die Religioninnerhalb der Grenzen der bloßen Vernunft. Königsberg,bey Friedr. Nicolovius.“[3]

Eine Darstellung der näheren Umstände seines Conflictesmit der Berliner Censurbehörde giebt Kant in einemAufsatze, den er für Borowsky niederschrieb. Auch in demschon erwähnten Briefe an Stäudlin erö

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