E-text prepared by Louise Hope, Karl Eichwalder, Christian Aschoff,
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Ehe ich die schrecklichen undfurchtbaren Wirkungen, welche unser Wohnort sowol in seinem innern Baue,als auch auf seiner Oberfläche leiden würde, wenn irgend ein bedeutenderWeltkörper, etwa von der Größe unseres Mondes auf die Erde stürzte,anführe, muß ich zuvor eine allgemeine Darstellung von derEntstehungsart desselben und seiner allmäligen Ausbildung zu gebensuchen, um danach die furchtbaren Wirkungen des Kometen, der an unsernWohnort stoßen, seinen innern Bau zertrümmern und seine organischeSchöpfung zerstören und vernichten würde, richtig beurtheilen zukönnen.
Die beiden großen, mächtigen Hauptgesetze, durch welche unser Erdballund überhaupt die großen Weltkörper, die mit ihrem funkelnden Lichte dasnächtliche Gewölbe des Himmels so prachtvoll schmücken,2und Millionen Mal größer, als unser uns schon so groß scheinenderErdkörper sind, und wodurch das Samenkorn in dem Schoße der Erdegebildet wird und zu seiner Entwicklung gelangt, sind dieAnziehungs- und Abstoßungsgesetze.
Alles, was wir um uns her und in den Tiefen der Erdschichten erblicken,ist auf dem flüssigen Wege entstanden, das heißt: der erste Zustandaller natürlichen Körper ist ein flüssiger gewesen. Wer verkennt dieses,wenn er an die Entstehung des erhabenen Menschen aus einem kleinen,einem Senfkorne an Größe gleichenden Eye denkt? Und wer würde esglauben, wenn die Erfahrung solches nicht bestätigte, daß aus demselbender große erhabene Mensch entstände, der mit der Meßruthe in der Handdie ungeheuern Weiten der Welten, welche der Lichtstrahl, der in einerSekunde 41,000 Meilen macht, nicht in Jahrzehenden, sondern erst inJahrtausenden, und die Weite von dem, von Herschel zuletzt entdecktenWeltengebiete in 1½ Millionen von Jahren durchläuft, auszumessen,und die Gesetze, wodurch sie in dem großen Weltenraume schwebenderhalten3und umhergeführt werden, auszuforschen vermag? Ist aber der ersteZustand des Menschen in diesem Eye nicht ein flüssiger?
Und wird derselbe nicht dadurch in diesem kleinen Eyeentwickelt, daß von diesem, wenn es durch eine geheimnißvolle Naturkraftangeregt und belebt worden ist, die ihm zugeführten feinenNahrungssäfte, vermöge des großen Anziehungsgesetzes der Natur,angezogen werden, und wenn solche alsdann von ihm gehörig verarbeitetworden sind, nach diesem und jenem Theile seines kleinen Wesenshingeführt oder gleichsam hingestoßen werden?
Ist aber der erste Zustand des Samenkornes in der Hülle der nochunausgebildeten Frucht anders? Und wird die Entwicklung desselben nichtdurch gleiche Gesetze vollzogen?
Und sind die ungeheuren Felsenwände, die mächtigen Erd- undSteinschichten der Erde auf eine andere Weise entstanden? Sind sie nichtalle aus einem flüssigen Z